Mittwoch, 27. September 2017

Schnuppschnüssquarentamicorazonconnutellafantasticokuchen

Wenn Jutta sagt, der Kuchen ist lecker, dann ist der Kuchen lecker.
Und wenn die Zeiten hart und rauh sind, und wenn man das Gefühl hat, man fühlt sich fremd im eigenen Land, oder aber auch bei Liebeskummer, Rückenweh und Müdigkeit....hilft ein Gugelhupf, der gerade noch ein bisschen warm ist, auf jeden Fall!!
Lasst uns zusammenrücken, eine Kerze gegen den Herbstblues anzünden, Kaffee kochen, Sahne schlagen und Kuchen essen.








Rezept? Gerne. Ich habe den Süchtigmacher in zwei Varianten gebacken. Beide gleichsam köstlich.

250 Gramm weiche Butter mit
250 Gramm Zucker plus Prise Salz schön schaumig rühren.
Nach und nach 5 Eier dazu.
175 ml Eierlikör und 75 ml 43 Likör hinzufügen,
anschliessend 250 Gramm Mehl, die mit einem Packerl Backpulver vermischt wurden,
zügig unterheben.
Die Hälfte des Teiges in eine gefettete und bebröselte Backform geben, die andere Hälfte mit 100 Gramm Nutella, oder 100 Gramm Pistaziencreme (gibts im REWE) verrühren.
Ebenfalls in die Backform geben, mit einer Gabel einmal hübsch durchziehen.
Für eine Stunde in den 170 Grad heissen Ofen geben, Stäbchenprobe, rausnehmen, wenn nix mehr pappt.
Ein paar Minuten in der Form stehen lassen, stürzen und bepuderzuckern.
Und dann warten bis er abkühlt.



War nur Spass, das schafft keiner. Warm anschneiden und spüren, wie der ganze Alltagsmist von einem abfällt.
Jutta, ich mochte Dich schon immer. HerzchenHerzchenHerzchen :-D

PS: Kati, da Du ja eh immer alles so brav nachbackst....Du wirst ihn LIEBEN!
PPS: Weil meine liebe Freundin Zorra Blog-Geburi hat, schieb ich den auch schnell mal zu ihr rüber. Mit einem dicken Kuss.




Blog-Event CXXXV - Gugelhupf (Einsendeschluss 15. Oktober 2017)

Sonntag, 27. August 2017

Gebeiztes Rinderfilet....Gottes Wort!!!

Manchmal nimmt mich ein neues Rezept regelrecht aus den Socken. Das war hier absolut der Fall.
Unfassbar, wie mürbe und lecker das Filet nach 24 Stunden in der Beize ist.
Wenn Ihr kleine Fleischkatzen seid, kommt Ihr um dieses Rezept nicht drumrum.

6 Pimentkörner
3 EL Koriandersamen
3 TL Pfefferkörner fein mahlen und mit
100 Gramm Salz sowie
50 Gramm Zucker vermischen.
DIe Hälfte davon auf Klarsichtfolie geben,
400 Gramm schönstes Filet darauflegen. Mit der restlichen Beize bedecken und einwickeln.



In eine Auflaufform legen, mit einer kleineren Form belegen, und eine Dose darauf stellen, um es zu beschweren. Dann für 24 Stunden im Kühlschrank vergessen.





Herausnehmen, mit kalten Wasser kurz aber gründlich abspülen und trocken tupfen. In dünne Scheiben schneiden.






In der Essen&Trinken wurde es vor ca. einem Jahr mal mit Erdnussbutter serviert, davon habe ich mich inspirieren lassen.
Crunchy Erdnussbutter wurde bei mir mit Sahne verrührt, und das Fleisch darauf angerichtet.



Es schmeckt grossartig, mich hat es an mürbes Bündner Fleisch erinnert. Köstlich!
Wird bei mir garantiert zum Dauerbrenner.


Meine Kinder wünschten sich ein Rinder-Tris, darum gab es als "Beilage" ein Tartar (....oder Tatar, kann mich mit mir selber nicht einigen, wie ich es schreiben will.....)
, sowie ein Rinder-Sahsimi  ;-)

Dienstag, 8. August 2017

"TASTE" of München

AEG lud vom 03.08.-06.08.2017 zu einem Festival der besonderen Art ein:  Im Englischen Garten lockten Sterne Restaurants, Bars, Produzenten und verschiedene Schauplätze von AEG dazu ein, sich inspirieren zu lassen von neuen Trends und Kochtechnologien.



Meine drei Lieblingsköche waren natürlich auch da, und begeisterten mich mal wieder aufs Neue mit ihrer unerschöpflichen Kreativität. 

In 30 minütigen Kurzprogrammen ihrer ansonsten 4 Stunden dauernden Vorführungen bei der Taste Academy gewinnt man einen wunderbaren Eindruck über die Philosophien der unterschiedlichen Köche.

Heiko Antoniewicz ist ein Meister der molekularen Kochkunst, bei ihm muss ich immer am Meisten mitschreiben, weil er so abgefahrene Ideen und Tipps hat, die ich mir unmöglich merken könnte.
Beispielsweise würzte er Edamame Bohnen mit Pork Floss, eine Art getrocknetes Schweinefleisch, das unfassbar lecker zu den Bohnen war. Hatte ich vorher noch nie gehört.







Ludwig "Lucki" Maurer, Spitzenkoch und Fleischexperte, der mit seinem Nose to Tail 2.0 begeistert.
Sein "Ei hoch Drei" habe ich aus Fischgründen nicht gegessen, darüber hat sich Petra sehr gefreut ;-) aber seine Kalbsbäckchen! Mit dem Bries!
Ganze Töpfe voll davon hätte ich verschlingen können.
Lucki verwendet seine Lebensmittel nachhaltig, und seine Tipps in puncto Weiterverwertung sind immer wieder spannend und nachahmenswert.




Christian Mittermeier ..... ach, meine lieber Christian. Geht immer neue Wege und bricht gewohnte Regeln.
Sein Flavour Pairing hiess "Stadt, Land, Fluss".
Auf der AEG Showbühne zeigte er einmal mehr , wie kurzweilig er sein Konzept erklären kann. 
Für mich gabs das einmal ohne Fisch, mit köstlichem Buchweizen, selbergemachtem Sanddorn-Senf und Salat. Christian muss man einfach lieben, ein Herz von einem Mensch.




Im Kochstudio kochte Amelie von kunterbuntweissblau ein Ricottasoufflé, und Claudia von Dinner um Acht ein asiatisches Okinawa Ingwer Rind.
Zeitig angemeldet durfte man vor Ort mitkochen, und bekam Schritt für Schritt erklärt, wie die Gerichte entstehen.




Das Festival lud zum Bummeln, Naschen, Verweilen ein.
 Ganz besonders gefallen hat mir "Dipster". Ein neues Unternehmen mit sozialem Engagement.




Hübsche Döschen, gefüllt mit Kräutern und Gewürzen, die man mit Öl oder Joghurt zu einem köstlichen Dip verwandeln kann. 
Und das Tollste: Ein Euro pro Dose geht als Spende in soziale Projekte innerhalb Deutschlands.
Und dabei schmeckt der Inhalt so rund und köstlich!!!!!

Und bei Läderach hätte ich mich quer durch die Schoko Theke futtern können.

Fazit: Ich muss da wieder hin!!!Vielen Dank an AEG für die tolle Organisation.





Dienstag, 1. August 2017

Achtfüssler

Der geneigte Pimpimella Leser weiss, dass ich nichts aus dem Wasser esse. Das hat keinen speziellen Grund, ich esse einfach keinen Fisch und keine Meeresfrüchte.
Meinem Mann mache ich natürlich ab und an welchen, zugegebenermassen selten, weil ich die Überfischung so entsetzlich finde, und den Konsum von Fisch, wie auch von Fleisch versuche ,in Maßen zu halten.
Nun hatte der Händler kleine Tintenfische im Angebot, und mein Mann liebt Oktopussalat......alles klar, oder?

Die Achtfüssler waren bereits ausgenommen und geputzt. Falls nicht, muss man eben das Beisswerkzeug entfernen. Das spürt man, und es lässt sich ganz leicht wegknipsen.
Dann werden die Oktopusse noch etwas kleiner geschnitten und in einem Topf mit siedendem Salzwasser in 45-60 Minuten gargekocht. Aber nicht sprudelnd, nur simmernd.
Währenddessen schnippelt man Gemüse nach Belieben klein.....dieser Salat hier bekam gekochte Kartoffelwürfelchen, Fenchel, glatter Petersilie und ein bisschen Lauchzwiebelchen.
Dann giesst man die Oktopussis ab, und vermengt das Gemüse damit. Salz, Pfeffer, Zitrone, etwas Olivenöl.......
Dazu ein bisschen selbstgemachte Mayo , und der Gatte ist happy :-)



Donnerstag, 6. Juli 2017

Thermi, Bimby, Lass mi

Habt Ihr einen Thermomix? Ja? Warum? Könnt Ihr nicht kochen? Nein? Ihr habt keinen? Ach, dann könnt Ihr sicher hervorragend kochen.

Die Einleitung macht keinen Sinn? So ist es. Und ich verstehe da einiges nicht. Es gibt offensichtlich nicht genug Gräben, die der Mensch ausheben kann, um sich ( und wenn nur verbal ) mit seinem Gegenüber zu kloppen.


Die Entscheidung, sich eine Küchenmaschine zu kaufen, und sich dann für eine sehr teure, aber auch leistungsfähige zu entscheiden, sagt nichts über die Kochkünste des Käufers aus. Eventuell über seinen Geldbeutel, oder seinen Hang zu Technik in der Küche. Vielleicht auch, dass sich derjenige immerhin mit der Zubereitung von Non-Convenience Food beschäftigt. Und das wars. Wenn ich ein Apple Macbook Air besitze, schreibt der mir auch nicht die Blogbeiträge.

Ich besitze einen Thermomix aus dem Jahr 1998, der hier brav seine Dienste tut. Und mit dem mache ich Sachen. Das ist etwas, für das ich mich nicht rechtfertigen mag, das ist einfach obsolet. Sosehr ich mich über Kommentare oder Emails und Anregungen auch freue, bei Diskussionen über Küchenmaschinen oder die Benutzung eines Nicer-Dicers ( "KREISCH.......WAAAAAS? SOWAS HAST DU IN DER KÜCHE?" "Yep. Habe ich." ) steige ich ab jetzt aus, beziehungsweise nicht mehr drauf ein.

Soviel dazu. Jetzt zu Wichtigerem, nämlich Windbeutel mit Crema gefüllt.
Oh. Mein.Gott.
Bei den Italienern gerne auch Bigné alla Crema ( Danke, Heike) genannt. Die sind zum Sterben köstlich. Aufhören bevor alle weg sind erfordert übermenschliche Willenskraft.

Wenn Sie hier mal gucken möchten:



Am Besten macht man die Crema zuerst, dann kann die in Ruhe runterkühlen.

400 Gramm Milch
4 Eigelb
150 Gramm Zucker
40 Gramm Stärke
Mark einer Vanilleschote
und eine Prise Salz 

in den Thermomix geben und bei 90°C/Stufe 4/ 7 Minuten kochen lassen.
Aus dem Topf in eine Schüssel umfüllen, und direkt auf der Crema mit Klarsichtfolie abdecken (verhindert Hautbildung).

Nun stellt Ihr einen Brandteig her.

250ml Wasser in einem Topf aufkochen,
eine Prise Salz dazu.
100 Gramm Butter darin schmelzen lassen.
150 Gramm Mehl auf einmal dazuschütten, gut umrühren, von allen Seiten abbrennen, in eine Schüssel geben und etwas abkühlen lassen.
Nach und nach 4 Eier unterrühren.

In einen Spritzbeutel füllen und den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtem Blech spritzen.
Gibt 12 dicke Dinger, oder 24 Kleine.
In den auf 200°C vorgeheizten Ofen backen. Ich habe einen Multidampfgarer von AEG, da werden die Scheisserchen einfach nur grossartig.Dauert so 20 Minuten.

Wenn die Windbeutel abgekühlt sind, füllt man die Crema in einen Spritzbeutel mit einer spitzen Tülle und füllt sie.
Puderzucker drauf, der Rest ergibt sich von selbst :-)